TC Grün-Weiß Bork verabschiedet Bitterschulte

Nummer eins hört auf

Zum Abschied nahmen Borks Tennisdamen ihre langjährige Nummer eins Marianne Bitterschulte mit auf eine Zeitreisedurch 40 Jahre Borker Tennisgeschichte. Kaum eine Spielerin hatte das Tennis beim TC Grün-Weiß Bork so mitgeprägt wie sie. Jetzt ist Schluss. Der Tennisschläger bleibt ab sofort in der Tasche. Knieprobleme zwingen Marianne Bitterschulte im Spätsommer zum Aufhören. „Es ist eine Entscheidung der Vernunft“, betonte sie bei ihrer Verabschiedung beim Sektfrühstück am Sonntagvormittag mehrfach. Innerlich schwingt da mit: Aufhören  will sie eigentlich nicht. Zu viel  Spaß macht ihr der Sport und wohl auch die Gesellschaft bei Borks Damen, die in der Münsterlandliga der Damen 50 erst wieder den Klassenerhalt geschafft haben – mit und auch dank Marianne Bitterschulte.

 

Anhaltende Knieprobleme
Nun das Karriereende. „Die Knie machen es nicht mehr mit. Ich habe 2008  schon einmal ein Jahr ausgesetzt, weil ich da auch Probleme hatte,“ sagt Bitterschulte. Danach sei es zwar wieder bergauf gegangen, „aber dieses Jahr bekam ich eine sehr niederschmetternde Diagnose.“ Verschleiß, Arthrose, eine Beinachsenkorrektur und Kreuzbandverletzung haben ihre Spuren hinterlassen. „Das eine Knie hat eigentlich über die Jahre sehr gut gehalten, aber auch da ist es so, dass das Kreuzband in schlechtem Zustand ist“, sagt sie, „und die Flächen im Knie reiben aufeinander.“

Dass das Karriereende ausgerechnet mit einem  Jubiläum zusammenfällt, ist ein komischer Zufall. Mit ihrer Urkunde über 40-jährige Mitgliedschaft schenkten Borks Tennisdamen ihrer langjährigen Nummer eins auch eine Kopie ihres Aufnahmeantrages vom 1. Juli 1976 und ein Fotobuch mit Schnappschüssen aus 40 Jahre Tennis.

Immer in Bork gespielt
Fast in jeder Mannschaft setzte sich die 57-jährige in der Vergangenheit durch. „Ich bin hier aufgewachsen und habe immer gerne gespielt“, sagte die Ur-Borkerin auf der Terrasse des Vereinsheims an der Waltroper Straße, auf die sie nun nur noch als Zuschauerin zurückkehren wird.
Die Programmiererin erinnert sich noch gut an die Anfangszeiten des Vereins, als auf der Anlage nur drei Plätze zur Verfügung standen. sind Der vierte Platz kam erst später hinzu. „Es gab das Klubhaus noch nicht. Das war nur eine kleine Bude. Das war aber auch superschön, weil wir näher zusammengerückt sind,“ sagte sie, „heute muss man sagen: Die Damenmannschaft ist einfach toll.“ Und erfolgreich : 2003 stieg sie in die Verbandsliga auf und marschierte ein Jahr später in die Westfalenliga durch. Jetzt ist Schluss „Ich bleibe dem Verein erhalten“, sagte Bitterschulte – im Hintergrund und als Tippgeberin.

(Quelle: Ruhr Nachrichten, sre)

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